Economic Policies in Sudan

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25 Years of Sudan Conferences in Hermannsburg, Lower Saxony:

25 Years of Sudan Conferences in Hermannsburg, Lower Saxony:

The 25th Sudan /South Sudan Conference will be held October 31 - November 2, 2012. Leading personalities from Sudan and South Sudan will attend the conference to exchange views on the current situation and to discuss strategies to create conditions of lasting peace and to provide preconditions for economic development and mutually beneficial cooperation. 

Since 1987 every year an international Sudan Conference was held in Hermannsburg, organized by the Sudan Forum e. V. and the Sudan Focal Point Europa. The open exchange of views in Hermannsburg between Sudan Government representatives and SPLM representatives has since 1987 contributed to the process that ultimately led to the Comprehensive Peace Agreement (CPA) of January 9, 2005. Now the new problems between Sudan and South Sudan have to be addressed – the  still open separation issues and the unsolved CPA issues. Although nine agreements between the two countries were signed on September 27, 2012 in Addis Ababa, major issues are still open. Also the implementation of the nine agreements has to get started.

This year the conference is sponsored by Brot für die Welt and by Misereor. Main topics of the Sudan/South Sudan Conference 2012 are the preconditions of lasting peace and the recognition of the rights of the people, the moves towards sound economic policies in the two countries and a strategic economic cooperation between Sudan and South Sudan, and the ways to overcome the conflicts in Abyei, Darfur, South Kordofan, Blue Nile, and in other areas of the two countries (Link to Programme).

 

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Peace and Development in Sudan and South Sudan: Nine Agreements and the Prospects of Long-Term Economic and Political Cooperation

Various agreements were signed in Addis Ababa on September 27, 2012 concerning unsolved CPA/Comprehensive Peace Agreement Issues and Post-Secession Issues. Nine documents with Agreements emerged from the Sudan and South Sudan Addis Ababa Summit. Two further documents are of great relevance as they are on the unsolved Abyei Issue, one from the African Union (an AU Proposal on the status of Abyei submitted to the two parties in the conflict on 24 September 2012) and the other to the African Union (the Rejection Letter by President Bashir on 26 September 2012 to the AU). These documents are available as full texts (http://www.sudantribune.com/spip.php?rubrique13). Also other relevant documents can be looked at and downloaded at this website.

Implementation of these nine agreements can be better watched when the texts are looked at in full details and in the context of prior documents and the AU/UNSC Resolutions. 

The Cooperation Agreement is particularly weak and vague and does not cover the main issues for a sustainable long-term economic and political cooperation of the two countries (see on these issues the Strategic Framework for Economic Cooperation between Sudan and South Sudan with five core cooperation programmes and five supplementary cooperation programmes as outlined by Professor Karl Wohlmuth (http://www.iwim.uni-bremen.de/files/dateien/1411_short_wohlmuth_bonn_6_2012.pdf). 

 

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Is the Agreement between Sudan and South Sudan from August 3, 2012 on Oil a breakthrough in the negotiations?:

There are severe doubts that the agreement which was negotiated by the mediator of the African Union (AU) will last for long. The agreement may only bring the resumption of oil production but not sustainable solutions to other open issues between the two countries. Professor Karl Wohlmuth has written a Report on the negotiation issues and on future development cooperation and has proposed a Strategic Framework for Economic Cooperation between Sudan and South Sudan. According to his study four complex negotiation complexes have to be solved in a "package agreement" and five areas of economic cooperation matter for future development in the two countries (Links to Paper and to Presentation).

 

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Pressemitteilung der Universität Bremen zur Kooperation von Sudan und Südsudan

Von: Pressestelle Universität Bremen [mailto:presse@uni-bremen.de]
Gesendet: Donnerstag, 2. August 2012 10:15
An: 'Pressestelle Universität Bremen'
Betreff: Bremer Ökonom: Sudan und Südsudan müssen kooperieren

Pressemitteilung der Universität Bremen

Nr. 271 / 2. August 2012 SC 

Bremer Wirtschaftswissenschaftler: Sudan und Südsudan müssen ökonomisch und politisch kooperieren

Der Bremer Sudanexperte Professor Karl Wohlmuth hat bei der Sudan-/Südsudan-Konferenz Ende Juli 2012 in Bonn ein umfassendes Programm für die ökonomische Kooperation der beiden Staaten vorgelegt

Bei der Sudan-/Südsudankonferenz in Bonn vom 23. - 25. Juli 2012 hat der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Professor Karl Wohlmuth im Plenum den Hauptvortrag Wirtschaft gehalten und ein "Strategisches Rahmenprogramm" für die ökonomische Kooperation der beiden Staaten Sudan und Südsudan vorgelegt. Der Hintergrund ist die Zunahme der Konflikte zwischen den beiden Staaten seit der Unabhängigkeit des Südsudan, insbesondere aber seit der Stilllegung der Ölproduktion im Südsudan Anfang des Jahres 2012 durch die Regierung in Juba, Südsudan. Für beide Länder sind die Öleinnahmen von herausragender Bedeutung für die Devisenbilanz und für das staatliche Budget. Die Auseinandersetzung um die Verteilung der Öl-Einnahmen nach der Unabhängigkeit des Süd-Sudan kommt zu vielen anderen Konflikten hinzu, die insbesondere die Grenzregionen zwischen den beiden Staaten betreffen.

Wesentliche ökonomische und politische Fragen nach der Teilung des Landes sind bis heute (2. August 2012) ungelöst geblieben – auch wenn der 2. August der Stichtag ist, bis zu dem die Probleme zwischen beiden Staaten unter Einschaltung eines Vermittlers von der Afrikanischen Union (AU) einvernehmlich gelöst werden sollten. Voraussichtlich wird es nun zu einer "endgültigen und bindenden" Entscheidung des UN-Sicherheitsrates auf der Basis einer Empfehlung des Friedens- und Sicherheitsrates der Afrikanischen Union hinsichtlich wichtiger Streitfragen kommen.

Die wechselseitige Abhängigkeit macht eine Zusammenarbeit beider Länder unabdingbar

Professor Karl Wohlmuth hat in seinem "Strategischen Rahmenprogramm" zunächst die wesentlichen Konfliktursachen analysiert. Er hat herausgearbeitet, dass die ökonomische und politische Interdependenz zwischen den beiden Staaten in vielen Bereichen (Ölproduktion und Verwendung der Öleinnahmen, Entwicklung der Bundesstaaten an der Grenze zwischen den beiden Staaten, Ressourcennutzung, Entwicklung von Landwirtschaft und Viehzucht, Umweltpolitik und Anpassung an den Klimawandel, Wirtschaftspolitik, etc.) überaus groß ist, so dass eine Kooperation zwingend notwendig ist, um Wachstum und Wohlfahrt in beiden Staaten zu sichern. Da viele Konflikte zwischen den beiden Ländern mit den großen Entwicklungsunterschieden zwischen den Bundesstaaten im Norden und im Süden und an der Grenze zusammenhängen, können neue kooperative Wirtschafts- und Wachstumsstrategien dazu beitragen, diese "horizontalen Ungleichheiten" zu mindern. Konflikte hängen aber auch stark mit dem Ressourcenreichtum in den je fünf Bundesstaaten im Norden und im Süden entlang der etwa 2000 km langen internationalen Grenze zwischen Sudan und Südsudan zusammen.

Für direkte Verhandlungen

Das Strategische Rahmenprogramm von Karl Wohlmuth macht zunächst konkrete Vorschläge für die vier über Krieg und Frieden entscheidenden Konfliktbereiche:

1. "Grenzen, Öl und Wasserkraft", da eine Einigung über die Nutzung der Ressourcen und die Bestimmung des Grenzverlaufes untrennbar miteinander verbunden sind;

2. "Staatsangehörigkeit, Flüchtlinge und Menschenrechte", da die Lösung dieser Fragen nicht nur aus humanitären Gründen, sondern auch für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung wichtig ist; 

3. "Aufteilung von Vermögen und Schulden und Abstimmung der Finanzsysteme", da bisher keine Einigung über die Aufteilung von Auslandsschulden und über interne gegenseitigen Verpflichtungen der beiden Staaten erzielt wurde und auch die unterschiedlichen Finanzsysteme der beiden Länder (auf islamischer bzw. konventioneller Grundlage) für eine Kooperation überbrückt werden müssen; 

4. "Sicherheit, Entmilitarisierung und Stabilität", da beide Länder über aufgeblähte Militär- und Sicherheitsapparate verfügen, die kaum finanziellen Spielraum für Entwicklungsinitiativen lassen, und zudem immer wieder für neue Konflikte instrumentalisiert werden. 

Diese vier Konfliktbereiche können nach Ansicht des Bremer Wissenschaftlers in ihrer Breite und Komplexität nur im Rahmen von direkten Verhandlungen zwischen den beiden Staaten gelöst werden. Die "endgültigen und bindenden" Entscheidungen entlang der "Roadmap" der Afrikanischen Union (AU) und des UN-Sicherheitsrates würden wichtige Fragen ausklammern, die für eine ökonomische und politische Kooperation der beiden Staaten wichtig sind. Zudem könnten sich neue Konflikte ergeben.

In einem weiteren Schritt werden im Programm von Professor Wohlmuth fünf Strategische Programmkomponenten vorgestellt, deren Umsetzung für beide Staaten gleichermaßen vorteilhaft wäre.

1. Ein Programm zur gemeinsamen Entwicklung der zehn Bundesstaaten an der internationalen Grenze zwischen Sudan und Südsudan, da in diesen Regionen großer Ressourcenreichtum und gravierende Entwicklungsunterschiede immer wieder zu Konflikten führen;

2. ein Programm für die Kooperation bei der Agro-Industrialisierung und Landwirtschaftsentwicklung, um die Abhängigkeit vom Öl mittel- bis langfristig zu reduzieren;

3. ein Programm zur Kooperation bei der mittel- und langfristigen Umsteuerung der staatlichen Finanzpolitik in den beiden Ländern, um die staatlichen Ölleinnahmen so zu bewirtschaften, dass auch nach dem Ende der Ölproduktion ausreichend Mittel aus den Öleinnahmen für Entwicklungsvorhaben verfügbar sind; 

4. ein Programm für die Kooperation in Bereichen von Wissenschaft, Technik und Innovation, um an jene Erfolge anzuknüpfen, die Ruanda mit einer Entwicklungspolitik auf der Basis von Wissenschaft, Technik und Innovation bereits erreicht hat; 

5. ein Programm für die Kooperation in den Bereichen Umwelt, Anpassung an den Klimawandel und Landnutzungspolitik, da sich durch eine nicht-nachhaltige Bodennutzung und auch durch den langen Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd bzw. die Konflikte in Darfur die Umweltsituation in den beiden Staaten drastisch verschlechtert hat.

Die Konferenz in Bonn wurde von mehreren hundert Teilnehmern aus aller Welt besucht (Sudanexperten, Vertreter der beiden sudanesischen Staaten, Experten von internationalen Organisationen, Vertreter von Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit und von Nichtregierungsorganisationen, etc.). Organisiert wurde die Konferenz von der Bonner Internationalen Friedens- und Entwicklungsforschungsinstitution BICC in Kooperation mit internationalen Sudan-Gesellschaften. Dr. Elke Grawert, Forschungskoordinatorin am BICC und ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) der Universität Bremen, hat die Konferenz geleitet. Die internationale Sudan-/Südsudan-Konferenz findet alle drei Jahre statt. In diesem Jahr wurden erstmals auch die Probleme der beiden Staaten Sudan und Südsudan seit der Unabhängigkeit des Südsudan am 9. Juli 2011 diskutiert.

Die Studie von Karl Wohlmuth "Ein Strategisches Rahmenprogramm für die ökonomische Kooperation von Sudan und Südsudan" kann über die E-Mail: wohlmuth@uni-bremen.de angefordert werden.

Weitere Informationen:

 

Universität Bremen

Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Prof. Dr. Karl Wohlmuth

Arbeitsbereich Sudan- und Südsudanforschung 

E-Mail: wohlmuth@uni-bremen.de

Tel. 0421 218-66517

Aktuelle Informationen:

http://www.iwim.uni-bremen.de/forschung/forsch-sudan.htm

 

Universität Bremen 
Pressestelle 
Tel. 0421- 218 - 60150 
Fax  0421-218 - 60152 
E-Mail  presse@uni-bremen.de
http://www.facebook.com/universitaetbremen 

https://twitter.com/#!/UniBremen

 

 

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A Strategic Framework for Economic Cooperation between Sudan and South Sudan:

Professor Karl Wohlmuth presented a Strategic Framework for Economic Cooperation between Sudan and South Sudan in a Plenary Session at the International Sudan/South Sudan Studies Conference in Bonn (see the programme).  First, he analyzed the growth model of Sudan since Independence and presented the constraints and weaknesses. Second, he emphasized the need to look at the various forms and the levels of interdependence which are persisting between the two states. Beside of the interdependence with regard of the oil sector there are so many other forms, such as the interdependence of the border-states, policy interdependence and the interdependence in environment, climate change adaptation and land policies. Also the persisting causes of conflicts in the two Sudans were discussed, especially the horizontal inequalities between "identity groups" in states, regions, and counties; but also such causes of conflict as vertical inequalities, "creed" and "greed", weak state institutions, lack of commitment and trust, and the duration of conflicts were analyzed and related to the two Sudans. The high degree of interdependence between the two Sudans and the high levels of horizontal inequality with cross-border effects request forms of economic cooperation between the two states. As well, the three basic concepts "strategy", "framework" and "cooperation" were presented with regard of the current issues. Third, the feasibility of and the preconditions for the Strategic Framework were discussed, by looking first at the four major negotiation complexes ("border, oil and hydropower"; "citizenship, refugees, and human rights", "debt, assets and finance";  and "security, demilitarization and stability") and then at the feasibility conditions for such a Framework (when regarding key determinants such as interdependence, external instability, opportunities and options). The merits of such a fully negotiated programme are compared with the "Roadmap" of the African Union Peace and Security Council (AUPSC).  Fourth, five core cooperation programmes and five supplementary cooperation programmes were presented; while the core programmes aim at modifying the growth model of the two Sudans, the supplementary programmes support this turn towards a sustainable growth model. Cooperation potentials are outlined for all the ten programmes; there are huge opportunities which can be realized in the long-term. These programmes are based on bottom-up growth strategies and are needed prior to and in addition to the conventional top-down growth strategies; growth diagnostics at state levels is used to pursue the new approach. Fifth, the first steps towards initiating such a programme were also presented.

In a working group chaired by Professor Wohlmuth on the "Economic Development of the Border-States in Sudan and South Sudan" the centrality of these ten states as a powerhouse and as a growth pole on the one side and as a region affected by conflicts and war(s) on the other side was discussed. Proposals for peace, reconstruction and development were presented by the panel speakers. Two experts from the Sudan and two experts from South Sudan were invited and presented their analyses. The growth diagnostics approach was applied to two states in the border-region (Blue Nile State in Sudan and Western Bahr el Ghazal State in South Sudan). Cross-border cooperation of indigenous population groups was outlined with regard of South Kordofan and North Bahr el Ghazal. The history of oil politics was discussed with regard of the political decisions for the location of refineries and oil installations.

The presentation A Strategic Framework for Economic Cooperation between Sudan and South Sudan by Professor Wohlmuth at the International Sudan/South Sudan Conference in Bonn is available as a PDF (Presentation).

 

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The Programme of the 9th International Sudan and South Sudan Studies Conference in Bonn , July 2012:

The preliminary programme of the World Congress on Sudan Studies was just released (see details unter http://www.iwim.uni-bremen.de/files/dateien/1656_international_sudan_studies_conference_6_provisional_agenda_6_2012.pdf). The programme is composed of plenary sessions and parallel panel sessions. Various important issues of the two Sudan will be discussed with an interdisciplinary focus, and especially so the current political and economic developments in the two states of Sudan will be given attention by a great number of international scholars. 

Some of the major issues discussed are: Economic Development of the Border States in Sudan and South Sudan; Border Politics; Old and New National Identities in the two Sudan; Language and Society; New Citizenship; Constitutions; Youth in the two Sudan; Peace and Peace-Building; Security Challenges; Land Issues; South Sudan in the Wider Region; Aid and Development; Economic Issues and Natural Resources; and Water Issues.

The conference is organised by leading researchers on the two Sudan from three research institutions/scientific societies: Dr. Elke Grawert, Bonn International Center for Conversion/BICC, Bonn for the German side, Douglas H. Johnson, Oxford University, for the Sudan Studies Society UK/ SSSUK, and Dr. Abdullahi A. Gallab, Arizona State University, for the Sudan Studies Association USA/SSA USA. 

The programme - as it is regularly updated - will be accessible at: http://www.bicc.de/events/2012-2/international-sudan-and-south-sudan-studies-conference.html

A great number of participants from Sudan and South Sudan is also expected to come to Bonn. Because of the dramatic current problems and tensions between Sudan and the newly independent state of South Sudan a great interest of the international press is also expected.

 

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International Sudan Studies Conference in Bonn, July 2012:
Identity, Economy, Power Relations and External Interests: Old and New Challenges for Sudan and South Sudan

Venue: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Reginal Pacis-Weg 3, HS 1,7,8,9, Bonn, Germany

Date: 23-25 July 2012

Submission of Abstracts for Papers and Proposals for Panels: The International Sudan Studies Conference will take place this year in Bonn, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 23-25 July 2012, organized by Dr. Elke Grawert, a former IWIM staff and now working as a senior researcher at BICC in Bonn. The Call for Papers (Link to Call for Papers) invites submissions in line with the general theme of the conference, but also other submissions of interest to researchers on Sudan and South Sudan are welcomed. The three-annual International Sudan Studies Conference of the Sudan Studies Association (SSA) USA and the Sudan Studies Society (SSS) UK will be held at the University of Bonn in Germany. Abstracts of proposed papers, panels and roundtables (please limit to 150-200 words) may be sent to: Dr. Abdullahi A. Gallab, African and African-American Studies, Religious Studies, Arizona State University, Email: abdullahi.gallab@asu.edu. A copy may be sent to Dr. Douglas H. Johnson, Email: douglas@wendoug.free-online.co.uk and to Dr. Elke Grawert, Email: grawert@bicc.de until 31st of March 2012.

Programme: The conference will open with an emphasis on identity, especially issues of gender, citizenship, integration, history, memory and the geographical challenges of the separation. Its second day will be devoted to economic issues, particularly economic development prospects, urbanization and social transformation in Sudanand South Sudan and issues regarding oil, water and other resources. The conference's final day will examine both internal and external power relationships including Sudan-South Sudan relations, old and new conflicts, party formation and strategic and security issues.

 

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Economic Policies in the Republic of South Sudan (Press Release by the University of Bremen)

Pressemitteilung der Universität Bremen

Nr. 139 / 11. Mai 2011 SC

Süd-Sudan nach dem Bürgerkrieg: Wirtschaft wohin?

Wirtschaftsprogramme für den Süd-Sudan

Sudanforschungsgruppe der Universität Bremen veröffentlicht Studien zur Wirtschaftsreform nach zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg

Die Sudanforschungsgruppe der Universität Bremen von Professor Karl Wohlmuth hat jetzt neue Studien vorgelegt, wie der Wiederaufbau der Wirtschaft des Süd-Sudan nach 21 Jahren Bürgerkrieg ermöglicht werden kann. Zwei neue Veröffentlichungen analysieren die Situationen und geben konkrete Handlungsanweisungen für die Gestaltung der Wirtschaftspolitik im Sudan/Süd-Sudan.

In wenigen Wochen – am 9. Juli 2011 - wird der Süd-Sudan als 54. afrikanischer Staat seine Unabhängigkeit erlangen. Die Republik Süd-Sudan steht vor gewaltigen politischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen. Viele Fragen im Zusammenhang mit der Abtrennung des Südens von der Republik Sudan sind noch ungeklärt (Fragen der Grenzziehung zwischen dem Norden und dem Süden, Fragen zur Staatsbürgerschaft, zur Verteilung der Öl-Einnahmen zwischen den beiden Staaten, zur Aufteilung der Auslandsschulden und Fragen zur Sicherheit). Insbesondere ist auch das Schicksal von hunderttausenden Binnenflüchtlingen aus der Bürgerkriegszeit zu klären, die im Norden des Sudan leben. Konflikte im Süden um Land und Wasser, auch zwischen Ethnien, destabilisieren den neuen Staat noch vor der demnächst erfolgenden Unabhängigkeitserklärung. 

Von ganz entscheidender Bedeutung für den Staatsaufbau wird die schnelle Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Süd-Sudan sein. Konzepte für ein neues Wachstums- und Entwicklungsmodell, die zu mehr Investitionen und zur Reform von zentralen ökonomischen Institutionen führen, sind daher gefragt. Insbesondere geht es darum, die reichlich vorhandenen Ölvorkommen und die natürlichen Ressourcen besser zu nutzen. Die großen Ölvorkommen des Sudan werden gegenwärtig zu 80 Prozent im Süden gefördert, doch der Transport erfolgt über den Norden nach Port Sudan. Auch die Potentiale für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, die Viehwirtschaft und die Fischwirtschaft sind sehr groß, doch werden diese bisher kaum genutzt.

Die Sudanforschungsgruppe um Professor Karl Wohlmuth hat kürzlich zwei Publikationen fertig gestellt, die auch für die Wirtschaftspolitik im Süd-Sudan wichtig sind. Dr. Berhanu Denu aus Addis Abeba ist der Autor einer umfassenden Studie zur Institutionenreform und zur Investitionsförderung im Sudan. Diese Studie ist jetzt als Band 18 in der Schriftenreihe des Instituts für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen erschienen. Die Studie wurde im Rahmen eines großen Drittmittelprojekts von der VolkswagenStiftung gefördert. In einer zweiten Studie geht Berhanu Denu. auf eine Agenda von dringend notwendigen Institutionen- und Wirtschaftsreformen für den Sudan/Süd-Sudan ein. Der Autor hat mehrere Feldforschungsaufenthalte im Süd-Sudan genutzt, um konkrete Vorschläge für die Verbesserung des Umfeldes für Investitionen zu erarbeiten. Investitionshemmnisse insbesondere institutioneller Art werden sehr detailliert untersucht. Diese Studien werden jetzt den relevanten Entscheidungsträgern im Süd-Sudan (Wirtschaftsexperten, Politiker, Ministerien, Universitäten, Entwicklungshilfeinstitutionen, regionale und internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und ökonomische Forschungsinstitute) zur Verfügung gestellt. 

In einem weiteren Forschungsvorhaben untersucht Professor Karl Wohlmuth mit Ökonomen aus seinem Netzwerk von Experten im Sudan die Orientierung der neuen Wirtschaftspolitik, die nach der Unabhängigkeitserklärung des Süd-Sudan in den beiden Staaten des Sudan verfolgt werden kann und implementiert werden soll. Dabei geht es insbesondere um Modelle der ökonomischen Kooperation zwischen den beiden Staaten, die zur Vermeidung von politischen Konflikten zwischen den beiden Staaten und innerhalb der beiden Staaten beitragen können.

Weitere Informationen:

Universität Bremen

Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Professor Dr. Karl Wohlmuth 

E-Mail:  wohlmuth@uni-bremen.de

Telefon: 0421 218-66517

Homepage: www.iwim.uni-bremen.de

 

Beleg und Bezug der Publikationen:

Denu G. Berhanu, Institutions and Investment in Sudan. Socio-Economic and Institutional Foundations of Reconstruction and Development, Bd. 18, Schriftenreihe des Instituts für Weltwirtschaft und Internationales Management, Lit-Verlag Berlin, 496 Seiten, 2011

Sudan Economy Research Group (SERG) Discussion Papers, No. 39:
An Agenda for Institutional Reforms in Sudan/South Sudan, By Berhanu Denu-G., Sudan Economy Research Group (SERG), University of Bremen and Faculty of Economics, Addis Ababa University, Addis Ababa/ Ethiopia/Bremen, Germany, April 2011, 57 pages

 

Universität Bremen

Pressestelle

Tel. 0421- 218 - 60150

Fax  0421-218 - 60152

E-Mail presse@uni-bremen.de

 

 

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Das Projekt: Economic Policies in Sudan after the Referendum of 2011

Das Projekt wird die Grundlagen der Wirtschaftspolitik im Norden und im Süden des Sudan nach dem Referendum und nach der Unabhängigkeitserklärung des Süd-Sudan detailliert untersuchen. Viele Forschungsergebnisse der Sudanforschungsgruppe SERG in Bremen, die seit 1979 veröffentlicht wurden, können für dieses Projekt mitgenutzt werden. Da bisher weitgehend nur über politische, völkerrechtliche und ethnische Fragen der Teilung des Landes diskutiert wurde und Ökonomen an der Diskussion kaum beteiligt waren, geht es nun auch darum, die zentralen wirtschaftspolitischen Entscheidungen bei der Trennung des Landes und bei der zukünftigen Gestaltung der Wirtschaftspolitik in den beiden neuen Staaten wissenschaftlich zu untersuchen. In einem ersten Schritt werden Studien zu wichtigen Bereichen der ökonomischen Politikformulierung erarbeitet. In einem zweiten Schritt geht es um die Nutzung unseres Netzwerks von Ökonomen, die sich mit dem Sudan beschäftigen, um einen systematischen Diskussionsprozess über die erarbeiteten Studien in Gang zu bringen. In einem dritten Schritt geht es um den Dialog mit den Wirtschaftsministerien und mit an Entwicklungsplänen beteiligten Ökonomen im Norden und im Süden des Sudan. Anträge für Mittelgewährung an Stiftungen zur Durchführung von Workshops und zur Realisierung von Publikationsprojekten werden zeitnah gestellt werden. Die zunächst eingehenden Studien zum Thema werden in der neuen Serie der SERG Discussion Paper Series veröffentlicht werden In einem International Call for Papers werden die an dem Thema interessierten Ökonomen zur Mitarbeit eingeladen.

 

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International Call for Papers: Economic Policies in Sudan after the Referendum of 2011

Interested scholars doing research work on Sudan's economy are invited to submit research papers, commented documents and policy-oriented papers on the economic development perspectives of the two new states in Sudan after the Independence Declaration on July 9, 2011.Sixteen policy areas being of interest for such an exercise were identified (see below). So far the discussion on the Sudan separation issues is limited to political, social, ethnic, and legal considerations. These papers will be reviewed and then published in the New Series of the Sudan Economy Research Group (SERG) Discussion Papers at the University of Bremen. These studies are part of a new research project "Economic Policies in Sudan after the Referendum of 2011".

The purpose of the new research project is to investigate into the new policies that are requested in Sudan after the Independence Declaration of the South Sudan. The economic issues of the separation agenda and of the reconstruction and development agenda in the North and in the South are of interest, but most important is it also to look at the cooperation requirements and opportunities between the North and the South after the Independence Declaration. All papers should therefore look carefully at these issues and at the cooperation agenda as both states will lose in terms of economic development if cooperation and coordination activities are not forthcoming.

In a first step the research papers and the policy-oriented papers will be discussed and published in the new edition of the SERG Discussion Paper Series. Invited are papers according to the list of sixteen areas that were identified as core issues being of particular interest for Sudan's future (see below). In the second step a discussion process will be started on the policy implications of the papers to discuss the issues of the papers according to the main policy areas. The networks of the contributors will be used for this deep exchange of ideas. In the third step a dialogue with economic ministries, civil society institutions, and experts in the North and in the South of the Sudan will be started on these issues to compare and to contrast the insights from the papers with current government policy prescriptions and alternative views and plans on policy formation in Sudan. Applications for financial support were already started to finance the publication activity, the network establishment, and later on the dialogue forums in Khartoum and Juba.

Sixteen policy areas being of interest for such an exercise were identified. Apart from the separation agenda the reconstruction and development agenda is demanding as both the North and the South have to develop growth and development visions, and then on this basis new economic strategies and policies, but also action plans and implementation modalities that are broad-based, comprehensive, socially inclusive and which will reach also the remote regions in the two new states. The North and the South have also to learn from past policy failures, so that the policy failures of the past should be reflected in the papers. The list of issues on such an agenda for future-oriented policies in Sudan is long:

1. Development Strategy and Plan Context

2. Macroeconomic Policy Framework

3. Governance Structure and Administrative Reforms

4. Industrial Sector Development and Policy Reforms

5. Agricultural Sector Development and Policy Reforms

6. Agro-industrial and Agribusiness Development Strategies

7. Oil Sector and Natural Resources Development

8. Public and Private Services Sector Development

9. Labour Market and Migration Policy Reforms

10.Human Development Policies: Education and Health

11.Human Development Policies: Poverty Alleviation and MDGs

12.Infrastructure, ICT and STI Development Strategies

13.Development of Regions and of Urban Areas

14.Foreign Trade and Foreign Investment Policies

15.Regional Economic Integration of Sudan

16.Global Economic Integration of Sudan

In all these policy areas there is demand to base new approaches on visions, strategies and policies, and then to translate all this into action and implementation plans. Most important, for all these policy issues the cooperation agenda for the North and the South should be highlighted, as both new states in  Sudan will lose if cooperation is not forthcoming.

 

Contact:

Professor Dr. Karl Wohlmuth 

University of Bremen, Bremen, Germany 

Email: wohlmuth@uni-bremen.de 

Website: http://www.iwim.uni-bremen.de/

 

Link zur aktuellen Publikationsliste:

http://www.iwim.uni-bremen.de/files/dateien/1657_tabelle_wohlmuth_serg_subject_list_of_studies_1_2011__neu_.pdf 

Link zu den SERG Discussion Papers:

http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-sudan.htm

 

 

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