Tagungen und Workshops

Tagungen des IWIM

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Instituts ist die Durchführung der "Jahreswirtschaftstagung", der Veranstaltungsreihe „Weltwirtschaftliches Colloquium" sowie weiteren wissenschaftlichen Veranstaltungen. Dabei werden aktuelle Fragestellungen der Weltwirtschaft und des internationalen Managements diskutiert. 
Die in zweijährigem Rhythmus stattfindende Jahreswirtschaftstagung bietet den Teilnehmern aus dem In- und Ausland ein Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch. In Vorträgen und Workshops werden u. a. auch die Forschungsergebnisse der dem Institut angeschlossenen Wissenschaftler mit dem Fachpublikum diskutiert.

Jahreswirtschaftstagungen:

Konferenzen / Workshops mit Afrikabezug:

Konferenzen mit China- / Ostasienbezug:

 

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Die wirtschaftlichen Perspektiven der Ukraine nach dem Assoziierungsabkommen mit der EU:
Eine Konferenz des IWIM unter Beteiligung von Ökonomen der Kiewer Nationalen Wirtschaftsuniversität

Am 23. März 2015 fand am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen eine Konferenz über die Wirtschaftsprobleme der Ukraine statt. Die Konferenz wurde vom Ko-Direktor des IWIM, Prof. Dr. Axel Sell, organisiert und vom Verein zur Förderung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen wiwib e. V. finanziell unterstützt. Professor Sell führte in die Thematik der Konferenz ein und erläuterte das Programm (vgl. den Abschlussbericht von Professor Sell zur Konferenz). Professor Dr. Oleksandr Sushchenko, Vizepräsident der Kiev National Economic University (KNEU) und Professor Dr. Oleksandr Dyma, Vizedekan der Faculty of Human Resource Management and Marketing der Kiev National Economic University (KNEU), erläuterten in ihren Vorträgen die gegenwärtige Lage und die anstehenden Reformen. Dr. Stefan Barenberg, Doktorand am IWIM, ging auf die Reformen im Bereich Corporate Governance ein. Frau Professor Dr. Jutta Günther und Maria Kristalowa vom IINO erläuterten die besondere Situation der Ukraine in Bezug auf die Auslandsinvestitionen. Prof. Dr. Karl Wohlmuth ging auf die Prioritäten bei den Wirtschaftsreformen und auf ein Strategiekonzept für die Vollendung der Transformation in der Ukraine ein (vgl. die Kurzdarstellung und die PDF von Professor Wohlmuth zu den Reformprioritäten und den Strategieansätzen für die Ukraine). Frau Katerina Bosko von der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen leitete die Abschlussdiskussion.

Frau Katerina Bosko von der Forschungsstelle Osteuropa leitet die Abschlussdiskussion zur Ukraine-Konferenz

Die Kooperation mit der Kiev National Economic University (KNEU) wird von Professor Sell und vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaft weiter vertieft werden. Die Ergebnisse der Konferenz zeigen, dass die Ukraine vor großen Herausforderungen steht und die notwendigen und weithin bekannten Reformen endlich umsetzen muss. Insbesondere in allen Bereichen der Governance sind Reformen notwendig, um die Strukturtransformation in der Ukraine erfolgreich voranzubringen und Kurs auf Europa zu nehmen. Das Abkommen Minsk II bietet nun wieder die Chance, in der Ukraine jene Weichenstellungen zu treffen, die eine Vollendung der Transformation und ein erfolgreiches Andocken an die europäische Wirtschaftsdynamik ermöglichen.

 

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Der lange Weg zu einem "neuen" Sudan: Die Erfurter Protokolle

Soeben ist die Dokumentation der Fachtagung zum Sudan an der Universität Erfurt in 2014 erschienen. In dieser Studie sind ausgewählte Beiträge der Fachtagung veröffentlicht worden, darunter der Beitrag von Professor Fouad Ibrahim, warum die Menschen in Darfur hungern, ein Beitrag von Ulrich Delius über die marginalisierten Regionen im Sudan, ein Beitrag von Philipp Rock über den deutschen Beitrag zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung im Süd-Sudan und der Beitrag des Bremer Wirtschaftsprofessors und Sudanforschers Karl Wohlmuth zu den Programmen für nachhaltige Wirtschaftsreformen im Sudan und im Süd-Sudan. Insgesamt werden fünf zentrale Programmbereiche analysiert.

Wenn auch die Lage im Augenblick alles andere als nachhaltige Wirtschaftsreformen in den beiden Staaten erwarten lässt, ist es doch notwendig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass eine friedvolle Zukunft in den beiden Staaten und zwischen den beiden Staaten nur dann denkbar ist, wenn die zentralen Wirtschafts- und Sozialreformen angegangen werden (diese Studie ist als PDF verfügbar). Wie der Bremer Professor zeigt, liegen zu allen zentralen Reformbereichen Vorschläge für beide Länder vor, doch gilt es, diese endlich umzusetzen.

 

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New Business Opportunities in Times of Radical Change in Africa - How to deal with Shortages of Qualified Staff?

Every day new lists of "African Lions", "African Tigers", and "African Growth Champions" run through the international press and give the impression of a booming continent. The meaning is that these countries have exorbitant growth rates, huge growth potentials, large investment opportunities, and rich labour and human resources as assets for future development. However, these growth opportunities can only be used when qualified staff is available so that human resources development is key for African firms moving up the "globalization ladder" and for German firms being active in Africa. Because of the "mismatch" in African tertiary education systems (enrolments and graduations do not correspond to the needs of the major employment sectors) new approaches are needed to fill the gaps in human resources at country and firm levels. So, newly designed and innovative models of qualifying and recruiting staff are needed.

Based on a critical assessment of the views of international consulting companies on African business opportunities Professor Karl Wohlmuth gave a presentation at a meeting of Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e. V. in association with the Jacobs University (Link: Programme). Economics Professor Karl Wohlmuth emphasized in his presentation four issues (Link: Presentation):

First, New Business Areas and New Consumer Classes in Africa – The Development Model determines the Structure and Demand of Qualified Staff

Second, Dynamic Development of African Enterprises and Entrepreneurship – The Stage of Globalisation determines the Structure and Demand of Qualified Staff

Third, Diverging Demographic Developments in Africa – The Objectives of Employment Generation and Entrepreneurship Development will determine the Structure and Demand of Qualified Staff

Fourth, Innovative Models of Qualifying and Recruiting Staff in and for Africa

It was shown that only 13 countries in Africa have some characteristics of "inclusive growth", as revealed by looking at ten important human development, competitiveness, governance, technology and economic performance indexes. Only countries with characteristics of "inclusive growth" can anticipate a broad development of formalized small and medium sized companies, thereby solving employment and social cohesion problems and building a pool for entrepreneurs and qualified staff for the further growth of firms and businesses in size and in number. It was as well shown that there is a very divergent landscape of companies in Africa. While some few firms are "African Challengers" moving quickly up the "globalization ladder", the basic conditions for the growth of formalized small and medium sized companies are missing in many African countries. Also, the "demographic dividend" can only be captured in African countries where the tertiary education systems are drastically reformed, where the "demographic transition" takes place and allows for saving, consumption and wealth generation, and where stable employment is created in key employment sectors so as to absorb the growing labour force. These three conditions are present only in few African countries. Therefore, innovative models for qualifying and recruiting staff are needed by German firms so as to benefit from the emerging business opportunities in Africa. These firms can overcome staff shortages by cooperating with African firms and entrepreneurship networks, with African universities and research institutions, and with African initiators and executors of development projects.

These issues are discussed in greater detail by Professor Karl Wohlmuth in an essay on "African Lions, African Tigers, and Emerging African Middle Classes – How the International Consulting Business looks at Africa". This essay will be published in IWIM's Blue Series Discussion Papers (Link: IWIM Blue Series Discussion Papers).

 

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Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes: Die Perspektiven der Welternährung im Fokus

An der Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes (SdV) fand im Oktober 2013 ein Seminar statt, das weitgehend von Studierenden organisiert wurde. Neben dem wissenschaftlichen Programm (Programm) wurde auch ein kulturelles Programm mit Besichtigungen des Weltkulturerbes angeboten. Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen beschäftigten sich mit den Perspektiven der Welternährung 2050 in einem Seminar mit dem Titel Welternährung zwischen Mangel und Überfluss

Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms wurden sechs Workshops durchgeführt (Workshops). Alle Facetten des Problems konnten dadurch aus interdisziplinärer Sicht abgedeckt werden. Professor Karl Wohlmuth befasste sich in seinem Workshop mit den Ökonomischen Grundlagen der Welternährung 2050 und ging auch auf eine Agenda für Afrika ein, da insbesondere in Afrika südlich der Sahara die Problemzonen hinsichtlich der Ernährungssicherung liegen (vgl. Lecture Notes und Präsentation). Professor Karl Wohlmuth ging auf vier zentrale Aspekte ein, die in vier Gruppenphasen des Seminars abgehandelt wurden: Erstens, auf die diversen Instrumente zur Messung der Ernährungssicherheit, um deren Relevanz festzustellen und um die Anwendungsmöglichkeiten auf afrikanische Länder zu prüfen; zweitens auf ausgewählte Szenarien der Welternährung, um die Perspektiven der Welternährung bis 2050 zu erfassen und um zu sehen, wie die Szenarien als Basis für langfristige Politikentscheidungen und Politikänderungen genutzt werden können; drittens auf die globalen Konzernstrategien der Nahrungsmittel- und Agrarkonzerne, um zu sehen, welche Chancen bzw. Risiken sich von daher für die Welternährung ergeben; und viertens auf die globalen Ordnungsmodelle, um zu prüfen, inwieweit die für eine globale Ernährungssicherung wichtigen internationalen öffentlichen Güter durch die existierenden internationalen Organisationen auch angemessen produziert werden können. In der Agenda für Afrika wurden die Probleme in Afrika identifiziert und auch Lösungsansätze vorgestellt.

 

Die Teilnehmer an der Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes (SdV)

 

Die Teilnehmer am Seminar (vgl. Fotogalerie) haben Präsentationen erarbeitet, die als Basis für eine allgemeine Diskussion in den vier Gruppenphasen dienten. Im Rahmen des Seminar-Plenums wurden Berichte über die Ergebnisse aller Workshops/Arbeitsgruppen gegeben.

Professor Karl Wohlmuth befasst sich mit der Thematik, insbesondere in Bezug auf Afrika, im Rahmen der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven, die das African Development Perspectives Yearbook herausgibt (Link zur Research Group: http://www.iwim.uni-bremen.de/forschung/forsch-adpy.htm) und im Rahmen des Forschungsprojektes Agroindustrielle Entwicklungskonzepte für Afrika (Link zum Forschungsprojekt Agroindustrielle Entwicklungskonzepte für Afrika: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm).

 

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Chinesische Hochschulexperten aus der Provinz Hainan, VR China informieren sich über das Hochschulsystem und die Innovationspolitik des Landes Bremen

Vertreter von Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstituten in der Provinz Hainan, VR China haben über eine Woche im November 2013 am International Graduate Center der Hochschule Bremen an einem Weiterbildungskurs über "Hochschulen und der regionale Technologietransfer" teilgenommen. Professor Karl Wohlmuth von der Universität Bremen referierte über "Nationale Innovationssysteme, lokale Technologietransfers und globaler Wettbewerb". 

Ausgangspunkt der Ausführungen war ein Vergleich der Position von Deutschland und China im globalen Innovationswettbewerb. Der Bremer Professor betonte dann die Interdependenzen zwischen dem Nationalen Innovationssystem des Bundes und dem Regionalen Innovationssystem des Landes Bremen. Die Hightech-Strategie 2020 der Bundesrepublik Deutschland wurde mit der Innovationsstrategie 2020 des Landes Bremen kontrastiert. Dann wurden die verschiedenen Facetten des Regionalen Innovationssystems von Bremen erläutert: die Rolle von F&E und von Innovationen in den bremischen Unternehmen; die Finanzierung von Innovationen und von F&E in den Bremer Unternehmen; das Forschungs- und Ausbildungssystem in Bremen; und schließlich die F&E-Politik und die relevanten Bereiche der Arbeits- und Steuerpolitik in Bremen. Besonders betont wurden die Verknüpfungen zwischen diesen Eckpfeilern des Innovationssystems. An einigen Beispielen, wie etwa Aviabelt als einer Vereinigung der bremischen Luftfahrtindustrie, wurde der Bremer Ansatz der Vernetzung von Akteuren der Industrie mit der Wissenschaft verdeutlicht (vgl. die Präsentation). 

Der Weiterbildungskurs wurde inhaltlich von Innovationsexperten der Universitäten und Hochschulen des Landes Bremen bzw. von InnoWi/Innovationen für die Wirtschaft gestaltet.

 

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Meeting of African Junior Researchers in Hanover at Herrenhausen Palace, VolkswagenStiftung

Meeting of African Junior Researchers in Hanover at Herrenhausen Palace, VolkswagenStiftung

A great event for the postdoctoral fellows who are supported by the VolkswagenStiftung.  180 junior researchers, representatives from African Universities and African Research Organizations and experts on African development met at the rebuilt Conference Center of the Herrenhausen Palace in Hanover. The VolkswagenStiftung started its Africa Initiative early in 2003 and so celebrated with this event in Hanover also 10 years of support for African researchers who work in cooperation with German research partners and their respective institutions. While in earlier years (2003 - 2008) research projects and fellowships were granted for research projects with graduate and doctoral students, since 2008 the VolkswagenStiftung is funding a programme for postdoctoral students.

At the Conference in Hanover the junior researchers presented their projects – in lectures, presentations and poster sessions. A broad spectrum of research issues was made visible. Research programmes and fellowships were financed for the subjects Natural Resources, Livelihood Management, Social Sciences, Humanities, Engineering Sciences, and Neglected Tropical Diseases. Among the African countries with a greater number of funded postdoctoral fellows were Ethiopia, Uganda, Kenya, Tanzani, South Africa, Ivory Coast, Cameroon, Chad, Ghana, Nigeria, Zimbabwe, Sudan and Burkina Faso.

Professor Karl Wohlmuth from the University of Bremen was invited as an expert on African Development. He was involved in a research project of the VolkswagenStiftung as director and cooperation partner for the project “Governance and Social Action in Sudan after the Comprehensive  Peace Agreement of January 9, 2005”, a project which started in 2005 and ended in 2012 (see Governance Project Link: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/Sudan.Drittmittel/Governance_bak.htm).

 

The Conference Participants in Front
of the Herrenhausen Palace, Hanover

 

See more information about the Meeting (Link VolkswagenStiftung: http://www.volkswagenstiftung.de/en/events/calendar-of-events/veranstaltungsseite/meeting-of-african-junior-researchers-in-hanover.html), about the Programme (Link
VolkswagenStiftung:
http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/grafiken/pressebilder/2013/Grantees-Meeting_Afrika-Initiative/Grantees-Meeting_Afrika-Initiative_-_Programm.pdf), about the  Portraits of funded Researchers (Link
VolkswagenStiftung:
http://www.volkswagenstiftung.de/en/veranstaltungen/veranstaltungskalender/veranstaltungsseite/grantees-meeting-afrika-initiative/im-portraet.html), and about the Research Funding Procedures (Link VolkswagenStiftung: http://www.volkswagenstiftung.de/en/events/calendar-of-events/veranstaltungsseite/meeting-of-african-junior-researchers-in-hanover/interview-with-dr-almut-steinbach.html)

 

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Das "Davos an der Küste", 17. - 19. April 2013: Welternährung und Weltwasserversorgung im Fokus

"Davos an der Küste": So nennen die Bremerhavener stolz ihre jährlich stattfindende internationale Wirtschaftstagung. Beim 24. Internationalen Wirtschafts- und Transportforum in Bremerhaven wurden gewichtige Themen abgehandelt: globale Nahrungsmittel- und Wasserversorgung; globale Energieversorgung und Energieverwendung; neue Strategien in Industrie und Handel; Perspektiven von Internationalen Supply Chains; neue globale und regionale Sicherheitsstrukturen; und die Zukunft der Finanzmärkte (vgl. Programm der Tagung). In Plenarveranstaltungen ging es um die Themen "Wohlstand für alle? Diskrepanzen in einer multipolaren Weltwirtschaft" und um eine Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse für Radio Bremen.

In der von Professor Karl Wohlmuth geleiteten Arbeitsgruppe "Nahrungsmittel- und Wasserversorgung" ging es um Fragen der globalen Sicherung der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung. Aktuelle Probleme wurden diskutiert und mit den Perspektiven bis 2050 kontrastiert. Knappheitsprobleme erfordern es, die gesamte Versorgungskette vom Produzenten bis zum Konsumenten in den Blick zu nehmen, also Produktion und Konsum anders zu gestalten und innovativ zu bewirtschaften. Die Probleme bei der Realisierung der Millenniumsziele (Agenda 2015) und die  Perspektiven für eine Post-2015-Agenda wurden diskutiert. Der Zeitraum für Langfristbetrachtungen dieser Versorgungsprobleme hat sich mit Szenarien für 2030 und 2050 deutlich ausgeweitet. Es geht dabei um die Versorgung von über 9 Milliarden Menschen auf dem Globus, die für das Jahr 2050 prognostiziert werden, aber auch und vor allem um die notwendigen politischen Schritte und Aktionsprogramme zur Realisierung dieser Versorgungsziele.

Die Tagung wurde von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Scheibe organisiert und geleitet, der gleichzeitig als Präsident der veranstaltenden DGAW (Deutsche Gesellschaft für angewandte Wissenschaften e. V.) fungiert. Professor Scheibe war viele Jahre Rektor der Hochschule Bremerhaven und hat in den frühen Jahren der Bremer Universität an dieser Institution promoviert.

Die Radiosendung zur Tagung wurde von Theo Schlüter moderiert (Link: http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/kalender102_date-20130419.html ). Eine Publikation zur Tagung ist vorgesehen.

 

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Transparenz im Rohstoffsektor: Korruption und Spekulation als Ursachen für Armut

Unter diesem Titel fand kürzlich eine Podiumsdiskussion im Haus der Wissenschaft in Bremen statt, an der auch Frau Professor Dr. Edda Müller, die Vorsitzende von Transparency International Deutschland und  Professor  Dr. Karl Wohlmuth von der Universität Bremen teilnahmen (vgl. das Programm der Veranstaltung anlässlich des Antikorruptionstages und die Presseerklärung von Transparency International Bremen). Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Herrn Theo Schlüter, Radio Bremen. Professor Wohlmuth betonte, dass die diversen freiwilligen Transparenzinitiativen (z. B. EITI/Extractive Industries Transparency Initiative, PWYP/Publish What You Pay) und die gültigen bzw. vorgesehenen gesetzlichen Transparenzregelungen (wie etwa im Frank-Dodd-Act in den USA verankert bzw. für die EU im Rahmen der Transparenz- und Buchungsrichtlinien vorgesehen) wohl bedeutsam sind, aber zur Regulierung der internationalen Rohstoffmärkte nur sehr bedingt beitragen können. Mehr ist nötig, insbesondere eine Rückbesinnung auf J. M. Keynes und seine Vorschläge zur Regulierung der internationalen Rohstoffmärkte, die er vor mehr als 60 Jahren im Zusammenhang mit der seinerzeit vorgeschlagenen Gründung einer Internationalen Handelsorganisation (ITO/International Trade Organisation) machte. Viele seiner konkreten Vorschläge sind nach wie vor aktuell und können teilweise auch über Waivers und andere Instrumente im WTO/GATT-System verwirklicht werden.

 

Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion (von links):
Prof. Dr. Karl Wohlmuth, Universität Bremen
Dr. Heidi Feldt, Entwicklungs- und Menschenrechtsexpertin
Theo Schlüter, Moderator, Radio Bremen
Stephan Werner, Portfoliomanager Rohstoffe, DWS
Annemieke Wijn, Nachhaltigkeitsexpertin Anchor Consult, früher General Manager Kraft Foods
Prof. Dr. Edda Müller, Vorsitzende Transparency International Deutschland e.V.

 

Auf dem Foto (von links):
Prof. Dr. Karl Wohlmuth, Universität Bremen
Dr. Heidi Feldt, Entwicklungs- und Menschenrechtsexpertin
Theo Schlüter, Moderator, Radio Bremen

 
Die Podiumsdiskussion wurde unter dem  Titel "Korruption und Spekulation - Ursachen für viel Armut" von Radio Bremen/Nordwestradio Unterwegs aufgezeichnet (vgl. den Link: http://www-origin.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/kalender102_date-20121214.html).

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Sound economies, sustainable economic policies and strategic economic cooperation between Sudan and South Sudan:

This was the title of the plenary lecture given by Professor Karl Wohlmuth at the Sudan/South Sudan conference in Hermannsburg which took place from October 31-November 2, 2012 (Link Final Conference Programme). Professor Wohlmuth presented in his lecture five criteria for sound economies and sustainable economic policies in Sudan and South Sudan: 

First, macroeconomic stability has to be provided. Because of the stop of oil production in January 2012 by the government of South Sudan the macroeconomic instability problems were even aggravated in both countries and they are still severe. 

Second, a medium term public finance framework is needed for both countries, especially so because of the volatility of oil revenues and the low importance of non-oil exports. Such medium-term public finance frameworks are not in place, and there is no Permanent Fund/Permanent Income approach at work to smooth the expenditures from the oil revenues towards stabilization and long-term development objectives. 

Third, a redirection of exports towards non-oil products is needed in both countries. However, the time since January 9, 2005 (Comprehensive Peace Agreement) was not used in the two countries for generating non-oil exports. Despite of the huge agricultural resources and the agro-industrial opportunities, both countries are large-scale food importers. 

Fourth, effective social safety nets are needed to protect the poor and the poorest, but also the middle class which became impoverished in recent years, as the available rudimentary social safety systems have rather deteriorated. Public interventions in health and education sectors as well as towards the functioning of the labour market were highly inefficient and ineffective, and macroeconomic policies were not pro-poor.

Fifth, effective reductions of horizontal and vertical inequalities are requested but the reality in both states is that the regional imbalances and the income inequalities have rather increased. This has repercussions on political stability in both countries and on the perspectives of cooperation in the border-belt.

 

Professor Karl Wohlmuth at the opening of the Plenary Session on Economic Issues in Sudan and South Sudan

 

Professor Wohlmuth also commented on the Nine Agreements between the two countries from September 27, 2012 at Addis Ababa and on the future tasks to promote a strategic economic cooperation between Sudan and South Sudan. Five core programmes for a strategic economic cooperation were presented (see PDF Sudan-South Sudan-Conference Presentation). Other contributions to the Conference were made by the Chairman of the Anti-Corruption Commission in Juba, South Sudan on the fight against corruption in South Sudan, by the General Secretary of SPLM/N on the situation in Darfur, South Kordofan, Blue Nile, and Khartoum by highlighting the perspectives for peaceful solutions. The former head of UNMIS in Juba spoke on national and regional challenges for the two states and the role of outsiders. The current situation of Abyei area was considered by a Member of the South Sudan Parliament representing Abyei in Juba.

 

Professor Karl Wohlmuth, University of Bremen, Justice John Gatwech Lul, Chairman of the Anti-Corruption Commission, Juba, South Sudan, and Marina Peter, Sudan Focal Point Europe and Conference Chair in a Plenary Discussion on Corruption in Sudan and South Sudan

 

The conference was attended by around 120 participants, among others by representatives of the civil society of Sudan and South Sudan, by regional and international church organizations and NGOs, by government organizations and ambassadors of Sudan and South Sudan, by media people and researchers on Sudan, by members of the German parliament, by the donor community, and by representatives from the SPLM/N speaking for ethnic and disadvantaged groups in South Kordofan and Blue Nile States. The Conference Communique (see Communique Hermannsburg Conference) presents a call for peace, reconciliation and good neighbourliness. The communique emphasizes also: "To avoid new conflicts and ensure sustainable peace, natural resource management and equitable sharing of resources should be a top priority at all levels in society – starting from the bottom-up. Oil is a key element, but a sound economy needs to be built on diversified sources of income. A strategic approach for economic relations between Sudan and South Sudan, with a special focus on the border areas, could help to safeguard peace and good neigbourliness. However, a prerequisite is to immediately address the needs of the people, and the end of armed conflicts." 

This Sudan/South Sudan Conference was the 25th in Hermannsburg which was directed by Marina Peter and Hermann Hartmann (see the leaflet informing about these 25 conferences: Leaflet Hermannsburg Conferences).

 

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Workshop "Resource-rich Developing and Transition Countries: The Cases of Nigeria and Uzbekistan" on August 15, 2012:

Professor Axel Sell (from the Working Group Eastern Europe) and Professor Karl Wohlmuth (from the Working Group African Development Perspectives) jointly invite to a Research Workshop on August 15, 2012 at the University of Bremen in Building WHS 5, Room 0.13, at 16-18 p.m. 

Two Senior Research Scholars will report on their researches:

Professor Dr. Reuben A. Alabi from the Department of Agricultural Economics, Ambrose Alli University, Ekpoma, Edo State, Nigeria is an Alexander von Humboldt Research Fellow and Dr. Ubaydulla Nadirkhanov from the Tashkent State Institute for Oriental Studies is a DAAD Research Fellow.  

Programme of the Workshop on August 15, 2012, 16-18 p.m. in WHS 5, Room 0.13:

Introduction: Professors Axel Sell and Karl Wohlmuth

Lecture and Discussion: The Aid-Growth Link in Sub-Saharan Africa. The Case of Nigeria, Presentation by Professor Alabi

Lecture and Discussion: Direct Investment in a Resource-rich Transition Economy. The Case of Uzbekistan, Presentation by Dr. Nadirkhanov

Final Discussion: Can the two Country Cases be compared?

Conclusions: Professors Axel Sell and Karl Wohlmuth

Participation: is for the public possible free of charge, but a notification is requested at: iwimsek@uni-bremen.de or at:  wohlmuth@uni-bremen.de or at: sell@uni-bremen.de

As IWIM was founded in August 1987 this event is also a good opportunity to think about the research work of the past 25 years and about future tasks.

 

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