Revitalisierung Osteuropa

Seite 1 von 212>
Die Lage der Wirtschaft in der Ukraine und die Rolle externer Berater

Zur Problematik der Ökonomie in der Ukraine; die Bremer Presse berichtet am 10. 3. 2015 über ein fragwürdiges Engagement in der Ukraine unter dem Titel: "Steinbrück und die Oligarchen": Link: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Steinbrueck-und-die-Oligarchen-_arid,1075517.html

Die Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen berichtet regelmäßig in ihren „Ukraine-Analysen“ über die aktuellen Ereignisse und Entwicklungen: Link: http://www.laender-analysen.de/ukraine/ . Die Ukraine-Analysen werden gemeinsam mit der DGO (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.) herausgegeben.

Nach oben

Die wirtschaftlichen Perspektiven der Ukraine nach dem Assoziierungsabkommen mit der EU:
Eine Konferenz des IWIM unter Beteiligung von Ökonomen der Kiewer Nationalen Wirtschaftsuniversität

Am 23. März 2015 fand am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bremen eine Konferenz über die Wirtschaftsprobleme der Ukraine statt. Die Konferenz wurde vom Ko-Direktor des IWIM, Prof. Dr. Axel Sell, organisiert und vom Verein zur Förderung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen wiwib e. V. finanziell unterstützt. Professor Sell führte in die Thematik der Konferenz ein und erläuterte das Programm (vgl. den Abschlussbericht von Professor Sell zur Konferenz). Professor Dr. Oleksandr Sushchenko, Vizepräsident der Kiev National Economic University (KNEU) und Professor Dr. Oleksandr Dyma, Vizedekan der Faculty of Human Resource Management and Marketing der Kiev National Economic University (KNEU), erläuterten in ihren Vorträgen die gegenwärtige Lage und die anstehenden Reformen. Dr. Stefan Barenberg, Doktorand am IWIM, ging auf die Reformen im Bereich Corporate Governance ein. Frau Professor Dr. Jutta Günther und Maria Kristalowa vom IINO erläuterten die besondere Situation der Ukraine in Bezug auf die Auslandsinvestitionen. Prof. Dr. Karl Wohlmuth ging auf die Prioritäten bei den Wirtschaftsreformen und auf ein Strategiekonzept für die Vollendung der Transformation in der Ukraine ein (vgl. die Kurzdarstellung und die PDF von Professor Wohlmuth zu den Reformprioritäten und den Strategieansätzen für die Ukraine). Frau Katerina Bosko von der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen leitete die Abschlussdiskussion.

Frau Katerina Bosko von der Forschungsstelle Osteuropa leitet die Abschlussdiskussion zur Ukraine-Konferenz

Die Kooperation mit der Kiev National Economic University (KNEU) wird von Professor Sell und vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaft weiter vertieft werden. Die Ergebnisse der Konferenz zeigen, dass die Ukraine vor großen Herausforderungen steht und die notwendigen und weithin bekannten Reformen endlich umsetzen muss. Insbesondere in allen Bereichen der Governance sind Reformen notwendig, um die Strukturtransformation in der Ukraine erfolgreich voranzubringen und Kurs auf Europa zu nehmen. Das Abkommen Minsk II bietet nun wieder die Chance, in der Ukraine jene Weichenstellungen zu treffen, die eine Vollendung der Transformation und ein erfolgreiches Andocken an die europäische Wirtschaftsdynamik ermöglichen.

 

Nach oben

A Comprehensive Transformation Process has to start NOW in Ukraine - How to Speed Up Structural Transformation by Deep Societal and Economic Reforms?

A Comprehensive Transformation Process has to start NOW in Ukraine – How to Speed Up Structural Transformation by Deep Societal and Economic Reforms?

Are the current problems in Ukraine due to ethnic and political tensions, or due to delays in political and economic reforms, or are the causes of the problems much deeper rooted? In a new study on the Axiological Foundations In The Management Of Socio-Economic Development Of Ukraine two researchers from Ukraine - Dr Vitaliy Krupin, Senior Researcher, Doctor of Economics, and Yuriy Zlydnyk, Ph.D. Candidate, both from the Institute of Regional Researches of the National Academy of Sciences of Ukraine, Lviv, Ukraine – present their views on the root causes of the problems and on steps towards inclusive, effective and comprehensive structural transformation processes in Ukraine.

After reviewing the socioeconomic characteristics and trends of the Ukraine, the authors highlight the problems of socio-economic development in the context of axiological principles, emphasizing spiritual values and ethical foundations in the Ukrainian society. Ethical norms and value systems have to be studied in order to understand the root problems in the Ukraine of our days. Such problems, as manifested by large-scale corruption, chaotic development processes, unorganized state actions and other failures and deviations in society, can only be overcome – according to the authors - by reforms based on axiological principles. Individual conduct and responsibility of the individual for his/her actions have therefore to be investigated in the context of the ongoing transformation and reform processes in Ukraine.

The axiological foundations for managing socio-economic development processes in the Ukraine were so far not considered as important topics in the researches on the transformation process in Ukraine. The two authors emphasize this aspect as crucial for effective further steps towards inclusive transformation processes. Analyzing the socio-economic indicators since the independence of Ukraine and the results of various corruption indices and barometers for Ukraine the extent of the societal and economic problems becomes obvious. The example of small business activity in Ukraine is presented as a case in point. The authors write that declaratively, small businesses are under minimal state control, but in reality, there are almost 40 different state authorities with rights to check and to suspend any activity of a business, inviting corrupt practices and so leading to widespread informal activities. But, as spiritual values of the people are at the root of these socio economic development problems, all reform policies to initiate a business-friendly environment and to fight corruption and other failures in the development process have to be guided by measures to overcome the lack of formed spiritual values. Informational measures and educational programs are recommended along with deep societal and economic reforms.

Professor Karl Wohlmuth has advised and supported the Research Group from the National Academy of Sciences of Ukraine in Lviv during the final phase of researches. The cooperation between Bremen and Lviv will be continued. The paper will be published in Issue 2, 2014 of “Berichte”, the journal of IWIM’s partner institute in Berlin (Forschungsinstitut der IWVWW e. V.).

 

Nach oben

Ein Plädoyer für eine neue Afrikapolitik der Europäischen Union - Die Welternährung ist 2014 im Fokus

Im Jahr 2014 werden die Perspektiven der Welternährung und der Ernährungssicherheit in Afrika im Mittelpunkt der globalen entwicklungspolitischen Diskussionen stehen. Das UN Year of Family Farming (Link: http://www.fao.org/family-farming-2014/en/)  und das AU Year of Food Security (Link: http://nigeria.gounna.com/show/show/42195/1) führen zu internationalen Verhandlungen und Diskussionen, die insbesondere auch die EU herausfordern werden. Die EU ist daher gefordert, im Dialog mit Afrika neue Akzente zu setzen. Alle Aspekte der Welternährung und der Ernährungssicherheit in Afrika werden daher bei den anstehenden EU-AU-Verhandlungen auf dem Prüfstand stehen; von afrikanischer Seite wird erwartet, dass die EU im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und auch bei den Agrar-, Handels-, Umwelt- und Klimapolitiken mit neuen Vorschlägen antritt. 2014 ist das Jahr des vierten EU-AU-Gipfeltreffens im April in Brüssel, das erste Jahr des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU, und für die AU ist 2014 der Beginn der dritten Strategischen Planperiode bzw. auch das Jahr der "Landwirtschaft und Ernährungssicherheit" (vgl. dazu einerseits das EU/ECDPM (European Centre for Development Policy Management) Challenges for Africa-EU Relations in 2014 Paper:  http://www.ecdpm.org/Web_ECDPM/Web/Content/Download.nsf/0/72EA20FE64B9A92EC1257C4600386506/$FILE/FINAL%2013-PMI05-challenges%20english%20%281%29.pdf und andererseits die Beschlusslage der AU zum Strategischen Plan der AU für 2014-2017: http://summits.au.int/en/21stsummit/events/african-union-commission's-strategic-plan-2014-2017-adopted-assembly ). Das Jahr 2014 kann daher zu einer Wende in den EU-AU-Beziehungen führen, was angesichts der globalen Konkurrenz um Einfluss in Afrika als vielleicht letzte Chance für Europa gesehen wird (vgl. dazu auch F. Rampa, ECDPM: http://www.ecdpm-talkingpoints.org/challenges-2014-family-farming-african-food-security-and-eu-au-relations-deadlock-or-turning-point-in-2014/).

Professor Karl Wohlmuth geht in seinem neuen Essay "Perspektiven der Welternährung. Plädoyer für eine neue Afrikapolitik der Europäischen Union" auf die Möglichkeiten ein, die "Gemeinsame Strategie Afrika-EU" so umzubauen, dass die Ernährungssicherheit in Afrika im Zentrum der zukünftigen gemeinsamen Arbeit steht. Die 2007 in Lissabon vereinbarte Gemeinsame Strategie Afrika-EU hat bisher in keiner Weise die Erwartungen erfüllt und das Jahr 2014 bietet nun die Chance, neue Akzente zu setzen. Der Bremer Wirtschaftsprofessor zeigt vier Handlungsebenen auf, wie die Probleme der Ernährungssicherheit in Afrika im Rahmen der Gemeinsamen Strategie Afrika-EU konstruktiv aufgegriffen werden können. Konkrete Projekte, Programme und Aktionen werden aufgeführt. Der Beitrag wurde für die letzte Europakonferenz des Forschungsinstituts der IWVWW e. V. an der Humboldt-Universität zu Berlin im November 2013 erarbeitet. Die Studie wird in der Zeitschrift "Berichte" und auch in der "Blauen Reihe" des IWIM erscheinen (vgl. Publikationen Karl Wohlmuth). Das Institut in Berlin ist seit vielen Jahren Partnerinstitut des IWIM.

 

Nach oben

Re-regulating International Commodity Markets: A New Essay Was Just Published

In this essay Back To John Maynard Keynes in Regulating International Commodity Markets Professor Karl Wohlmuth compares weak and strong forms of global governance of international raw materials markets. This is done by comparing the "transparency agenda" with the "structural reform agenda". John Maynard Keynes has worked for decades academically on commodity markets, on speculation and storage, on forward markets and buffer stocks, etc., but he has also gained practical experience on these markets by intensive commercial trading activity on various commodity markets. Based on this immense knowledge he has influenced fundamentally the Post-World War Two Agenda with the proposed International Clearing Union (ICU) and the proposed International Trade Organization (ITO). Both proposed organizations contain detailed provisions for establishing a world order on international commodity markets. He was very much concerned about the impact of price volatility of raw materials on global macroeconomics, and he was deeply convinced that appropriate regulations of international commodity markets and of national resource sectors would impact positively on peace, macroeconomic stability, employment and development. He was convinced that strong global governance must be based on simple, stable, effective, consensual and binding rules. On the basis of this Keynesian framework the "transparency agenda" is evaluated.

Now the "transparency agenda" with regard of international raw materials markets is so much debated, but it is a rather weak form of global governance, although it contains various proposals, voluntary agreements and codes of conduct. The "structural reform agenda" however represents a rather strong form of global governance of the global commodity markets and of the national resources sectors. It contains internationally binding agreements on investment, trade, exploration, production and use of resources, food security, and sustainable development. Also new global governance institutions are discussed based on the international public goods approach. In this essay the "transparency agenda" is discussed in great detail while the "structural reform agenda" is presented only in a short description in the Conclusions and Outlook section. The essay was published in the quarterly journal "Berichte" from the Research Institute of IWVWW e. V. in Berlin, the magazine of our partner institute (see Publications Karl Wohlmuth). A version of the essay will also be published in the IWIM Blue Series Discussion Papers (see IWIM Blue Series Discussion Papers). The "Structural Reform Agenda"  needs a further elaboration in a follow-up paper.

 

Nach oben

How to Overcome the Hurdles on the Path to the "United States of Europe":

How to Overcome the Hurdles on the Path to the "United States of Europe": A New Book by seven German Professors has just appeared

In a new book on overcoming the hurdles on the path towards the "United States of Europe" seven German professors intend to empower the readers to understand the complexities of forming a federal state in Europe. The book is also seen as an encouragement of all the initiatives to form a federal state in Europa what is also the intention of the Spinelli-Group project for a European Federation based at the European Parliament (http://www.spinelligroup.eu/). The authors of the book argue that the fiscal and financial crises in Europe request a new approach in handling the issues and in solving the major problems which appeared at the center stage after the global financial crisis of 2008/2009.

 

A New Book:

Towards "United States of Europe": Overcoming the Hurdles

K. Wohlmuth/W. Trillenberg/H. Matthes/U. Busch/O. Schwarz/J. Roesler/H. Engelstädter, 2013, Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa, Forschungsinstitut der Internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung Weltwirtschaft und Weltpolitik e. V. Berlin, Reihe: Europäische Integration. Grundfragen der Theorie und Politik, Nr. 31, 2013, ISSN 1021-1993, Herausgeber: Prof. Dr. W.Trillenberg, Berlin: 2013, 262 Seiten

 

Economics Professor Karl Wohlmuth considers in his chapter the links between stabilizing the Euro system and forming a Political Union. According to his view, the discussion about the project "European Political Union" and the project "United States of Europe" is intensified in recent times, in political as well as in academic circles. This has various reasons: First, it is considered as necessary to deepen the European integration process because of the fact that various important policy areas are not yet covered. The sovereign debt crisis in Europe shows that fiscal policy is such an area where deeper integration is needed and that even common fiscal rules may be inferior to a full-scale fiscal union. Second, steps towards political unification are considered as vital in order to save the Euro in the long run, and so to prevent a collapse of this cornerstone of Europe's integration process, as it turned out that crisis management so far was not successful in Europe, mainly because of a serious lack of political cohesiveness. Third, the formation of the G20 group as a global decision-making body as well as of the BRICS (Brazil, Russia, India, China and South Africa) group as an important global actor show that Europe has to unify politically in order to impact on the decision-making processes on world economy and world politics affairs.

Experiences over more than forty (40!) months of hectic crisis management in Europe show that five issues are important and have to be addressed: first, the failure of the European Constitution process has quite negative effects on European integration and on the Euro crisis management as the Lisbon Treaty is not a full substitute; second, the economic policies in Europe are not coherent as there were no further steps towards a European Political Union and especially towards EU fiscal coordination and EU fiscal federalism; third, the European Central Bank (ECB) is overburdened with tasks because the balance between various economic policy actors in the EU and in the Eurozone is not granted; fourth, the lack of progress in further and deeper European integration is paralyzing decision-making processes in Europa and is as well leading to uneven and unsustainable growth patterns; and fifth, the neglect of all lessons gained over decades from the "political economy of reform politics" during crisis management in Europa has impeded seriously the overall outcome of crisis management. 

It is shown in the chapter by Professor Karl Wohlmuth that these five properties of the unfinished European integration process have negative repercussions on Europe, and especially so on the Eurozone and the Euro. Therefore, concerted steps towards political unification and towards a realization of the project "United States of Europe" are inevitable in order to save the Euro, the Eurozone and the European integration process.

 

Nach oben

Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa

Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa: Dies ist der Titel des neuen Buches von sieben deutschen Professoren über die Zukunft des europäischen Integrationsprojektes. Insbesondere geht es den Professoren darum, "durch verschiedene Betrachtungsweisen des Weges, der Methoden, der historischen Erfahrungen und von Einschätzungen zum Zukunftsmodell eines Europas der "Vereinigten Staaten von Europa" für den Leser Anregungen zu geben, sich seine eigenen Gedanken zu machen und eventuell zu positionieren im Einklang mit den "Machern" der zukünftigen europäischen Strukturen oder auch in Kritik zu ihnen, aber mit dem Anstoß zu effizienteren Entscheidungsvorschlägen." (Zitat aus dem Vorwort, S.5). Die sieben Autoren analysieren das Projekt der "Vereinigten Staaten von Europa" auf dem Hintergrund der Erfahrungen in der europäischen Finanzkrise. Sie zeigen den Prozess der europäischen Integration zwischen Auflösung und Neugestaltung auf. Die "Vereinigten Staaten von Europa" werden als Ausweg aus der permanenten Krise gesehen, wenn auch der "Hürdenlauf" mit vielen Hindernissen verbunden sein wird. Historische Erfahrungen mit Zusammenschlüssen auf dem Weg zu den "Vereinigten Staaten von Europa" und Fragen nach der "Europäischen Identität" werden in dem Buch auch abgehandelt. 

Das Buch soll die Diskussion über die Perspektiven der "Vereinigten Staaten von Europa" weiterführen und intensivieren. Die Spinelli-Gruppe im Europäischen Parlament (http://www.spinelligroup.eu/) hat diese Aufgabe seit Jahren übernommen und ein bedeutendes Netzwerk auch außerhalb des Europäischen  Parlaments geschaffen. Deren Arbeit gilt es auch zu unterstützen, um föderale statt nationale Sichtweisen in Europa zu fördern. Trotz dieser und anderer Initiativen für ein föderales Europa ist der Durchbruch zu den "Vereinigten Staaten von Europa" noch in weiter Ferne, doch erzwingen gerade die aktuellen Probleme ein rasches und effektives Handeln für Europa. Information kann dazu beitragen, die Notwendigkeit für ein solches Handeln erkennen. Das Buch "Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa" zeigt ein Europa in Bewegung, ein Europa auf dem richtigen Weg zum Ziel, aber auch ein Europa, das noch viele Hindernisse zu überwinden hat und dies auch kann. Das Buch geht auf eine Initiative von IWVWW e. V. Berlin, IWIM, Universität Bremen und Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e. V. zurück.

 

K. Wohlmuth/W. Trillenberg/H. Matthes/U. Busch/O. Schwarz/J. Roesler/H. Engelstädter, 2013, Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa, Forschungsinstitut der Internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung Weltwirtschaft und Weltpolitik e. V. Berlin, Reihe: Europäische Integration. Grundfragen der Theorie und Politik, Nr. 31, 2013, ISSN 1021-1993, Herausgeber: Prof. Dr. W.Trillenberg, Berlin: 2013, 262 Seiten

Der Bremer Professor Karl Wohlmuth geht in einem Kapitel auf die Perspektiven des Euro im Kontext der notwendigen Vertiefung der Europäischen Politischen Union ein. Schwachstellen im europäischen Integrationsprozess und Probleme beim Übergang zur Europäischen Politischen Union werden benannt, so das Scheitern der Europäischen Verfassung, das Fehlen einer kohärenten europäischen Wirtschaftspolitik, die systematische Überforderung der Europäischen Zentralbank in der Krise, der lähmende Stillstand bei der Vertiefung der Europäischen Integration, und das Fehlen einer planvollen Krisenbekämpfungsstrategie in der Eurozone. Wichtige Lehren für neue Wege hin zu einem föderalen Europa und zu einem stabilen Euro werden dargelegt. Professor Wohlmuth hat sich bereits in mehreren Beiträgen mit diesen Fragen befasst (vgl. Globalization of the World Economy Series of IWIM: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-white.htm und die Ausgaben 2012 der Zeitschrift "Berichte" des Forschungsinstituts der IWVWW e. V., Berlin: Link: http://www.iwvww.de/).

Besprechung des Buches:

Eine Lösung ist nicht erkennbar. Der Hürdenlauf zu den Vereinigten Staaten von Europa und die Krise/von Sabine Grund,

29. 11. 2013, Neues Deutschland

Webzugang: http://www.neues-deutschland.de/artikel/916505.eine-loesung-ist-nicht-erkennbar.html

 

Nach oben

Nationale Innovationssysteme, Megatrends und globaler Wettbewerb:

Zu diesem Thema hielt Professor Karl Wohlmuth im International Graduate Center (IGC) der Hochschule Bremen einen Vortrag für Wirtschafts-, Technologie- und Wissenschaftsexperten aus Tianjin, Volksrepublik China. Innovationsexperten aus dem Bremer Raum (Universität Bremen, Jacobs University Bremen, Hochschule Bremen, Die Denkfabrik, Wirtschaftsförderung Bremen, InnoWi GmbH, NBank Enterprise/Europe Network Niedersachsen) referierten über praktische Modelle der Innovationsförderung und über theoretische Konzepte der Innovationstheorie. 

Professor Wohlmuth analysierte in seinem Vortrag auf der Grundlage der Daten des Innovation Union Scoreboard 2013 der Europäischen Union die wesentlichen Unterschiede der Nationalen Innovationssysteme in Deutschland und in China. Zudem wurden die wesentlichen Anforderungen an eine kontinuierliche Aktualisierung der Nationalen Innovationssysteme detailliert erörtert. Insbesondere wurde betont, dass die Implikationen der globalen Megatrends und die Strategien zur Förderung der globalen Wettbewerbsfähigkeit in dynamische Nationale Innovationssysteme integriert werden müssen. Wege zur Integration in die Nationale Innovationskapazität und in die Nationale Innovations-Governance wurden aufgezeigt (vgl. Präsentation von Professor Wohlmuth und Draft Paper Publikationen Karl Wohlmuth). Professor Wohlmuth betonte in seinen Ausführungen auch die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit von Deutschland und China bei der Ausgestaltung der Nationalen Innovationssysteme in beiden Ländern. Für Deutschland ergeben sich Chancen auf Grund des riesigen Marktes und der schnellen Wissenschafts- und Technologieentwicklung in China. Für China ergeben sich Chancen auf Grund der Kompetenzen und der Innovationsfähigkeit des starken mittelständischen Sektors in Deutschland; in China dominieren Staatsunternehmen und ausländische Unternehmen bei den innovativen Firmen, so dass ein starker und innovativer mittelständischer Sektor erst aufzubauen ist.

 

Nach oben

Das "Davos an der Küste", 17. - 19. April 2013: Welternährung und Weltwasserversorgung im Fokus

"Davos an der Küste": So nennen die Bremerhavener stolz ihre jährlich stattfindende internationale Wirtschaftstagung. Beim 24. Internationalen Wirtschafts- und Transportforum in Bremerhaven wurden gewichtige Themen abgehandelt: globale Nahrungsmittel- und Wasserversorgung; globale Energieversorgung und Energieverwendung; neue Strategien in Industrie und Handel; Perspektiven von Internationalen Supply Chains; neue globale und regionale Sicherheitsstrukturen; und die Zukunft der Finanzmärkte (vgl. Programm der Tagung). In Plenarveranstaltungen ging es um die Themen "Wohlstand für alle? Diskrepanzen in einer multipolaren Weltwirtschaft" und um eine Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse für Radio Bremen.

In der von Professor Karl Wohlmuth geleiteten Arbeitsgruppe "Nahrungsmittel- und Wasserversorgung" ging es um Fragen der globalen Sicherung der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung. Aktuelle Probleme wurden diskutiert und mit den Perspektiven bis 2050 kontrastiert. Knappheitsprobleme erfordern es, die gesamte Versorgungskette vom Produzenten bis zum Konsumenten in den Blick zu nehmen, also Produktion und Konsum anders zu gestalten und innovativ zu bewirtschaften. Die Probleme bei der Realisierung der Millenniumsziele (Agenda 2015) und die  Perspektiven für eine Post-2015-Agenda wurden diskutiert. Der Zeitraum für Langfristbetrachtungen dieser Versorgungsprobleme hat sich mit Szenarien für 2030 und 2050 deutlich ausgeweitet. Es geht dabei um die Versorgung von über 9 Milliarden Menschen auf dem Globus, die für das Jahr 2050 prognostiziert werden, aber auch und vor allem um die notwendigen politischen Schritte und Aktionsprogramme zur Realisierung dieser Versorgungsziele.

Die Tagung wurde von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Scheibe organisiert und geleitet, der gleichzeitig als Präsident der veranstaltenden DGAW (Deutsche Gesellschaft für angewandte Wissenschaften e. V.) fungiert. Professor Scheibe war viele Jahre Rektor der Hochschule Bremerhaven und hat in den frühen Jahren der Bremer Universität an dieser Institution promoviert.

Die Radiosendung zur Tagung wurde von Theo Schlüter moderiert (Link: http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/kalender102_date-20130419.html ). Eine Publikation zur Tagung ist vorgesehen.

 

Nach oben

Europa im Spannungsfeld globaler und multipolarer Herausforderungen:

Zu diesem Thema wird in Bremerhaven im April 2013 eine internationale Konferenz abgehalten. Die wachsende Bedeutung von Schwellenländern in Asien und Lateinamerika und auch die Wachstumsdynamik in afrikanischen Ländern erfordern von Europa die Entwicklung und Umsetzung von neuen Kooperationsstrategien, um so die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft langfristig abzusichern. Neue Kooperationsabkommen zeichnen sich zwischen den führenden alten und den neuen Industrieländern ab, nicht nur in den Bereichen Finanzen und Handel, sondern auch in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz und Technologietransfer. Auch für die Lösung der großen und drängenden globalen Probleme (Nahrungsmittel- und Wasserversorgung, Energieproduktion und Energieverwendung, Rohstoffversorgung und Klimawandel) sind neue Kooperationen erforderlich.

Die Teilnehmer am 24. Internationale Wirtschafts- und Transportforum werden viele dieser wichtigen Fragen in Bremerhaven diskutieren und auch versuchen, Antworten für Europa zu finden und Lösungen zu erarbeiten, die in Europa umgesetzt werden können. Das Internationale Wirtschafts- und Transportforum gehört zu den wichtigen jährlich stattfindenden Wirtschaftstagungen im Land Bremen.

Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft von Martin Schulz, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, und unter der Leitung von Professor Heinz-Jürgen Scheibe, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft Für Angewandte Wissenschaften (DGAW) E. V. Die Konferenz findet anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der DGAW statt. Neben den Plenarvorträgen werden in sechs Panels wichtige globale Themen in ihrer Bedeutung für Europa diskutiert. 

Unter der Moderation von Professor Karl Wohlmuth, Universität Bremen wird in einem Panel über Probleme der globalen Nahrungsmittel- und Wasserversorgung diskutiert werden. 

Die Konferenz wird vom 17. - 19. 4. 2012 im Atlantic City Hotel in Bremerhaven abgehalten (vgl. Programm und Anmeldeformular).

 

Nach oben

Seite 1 von 212>